Einkaufstaschen
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Vor allem bei Einkaufstaschen stehen seit vielen Jahren auch ökologische Aspekte im Vordergrund. Da jedes Geschäft es gerne sieht, wenn der Kunde mehr einkauft, als er geplant hat, liegen im Kassenbereich unterschiedliche Taschen bereit, die für den Heimtransport der Waren erworben werden können. Eben wegen der ökologischen Diskussionen führen die meisten Geschäfte nicht nur Plastiktaschen, sondern auch Jutetaschen, Stoffbeutel und Papiertüten. Jutetaschen und Stoffbeutel stehen für ein stabileres Transportmittel, das wesentlich häufiger benutzt werden kann. Jutetaschen haben zudem den Vorteil, dass sie vollständig biologisch abbaubar sind, was den Slogan „Jute statt Plastik“ begründete. Auch Papiertüten gedenken der Entsorgung ihrer selbst, da sie wie Papier der Wiederverwertung zugeführt werden können. Dies gilt inzwischen allerdings auch für Plastik (Kunststoff), wobei Kunststoffrecycling nach wie vor aufwändiger und weniger Ressourcen schonend ist. Allerdings haben sich Plastiktaschen als Kühltaschen ihr gesellschaftliches Ansehen zurückerkämpft, da auch diese Taschen für mehrfachen Gebrauch stehen und kein anderes Transportmittel unter den Einkaufstaschen diese Eigenschaften (Kühlhalten der tiefgefrorenen Waren) erfüllt. Tiefkühltaschen können meist mit Druckknöpfen verschlossen werden. Wer das Auftauen der Waren zusätzlich vermeiden möchte, schlägt die Griffleiste um, verwahrt die Tasche beispielsweise im Kofferraum oder verwendet sogar zwei Taschen ineinander. Nützlich machen sich diese Taschen auch, wenn man unplanmäßig das Fahrzeug in der prallen Sonne abstellen muss. Man kann damit Sitze und Lenkrad abdecken. Leider neigen diese Kühltaschen meist als erstes an der Griffleiste zum Ausreißen. Die Plastikgriffe halten dann nicht mehr und die Tasche muss untergegriffen werden. Sie kann aber weiterhin verwendet werden, wenn man sie beispielsweise als Innentasche für einen Stoffbeutel, eine Jutetasche oder die klassische Einkaufstasche verwendet.
Jutetaschen sind wieder etwas aus der Mode gekommen. Dies liegt unter anderem daran, dass sie nicht so dauerhaft stabil sind und ihr Erscheinungsbild mit der Zeit sehr zu wünschen übrig lässt. Im Gegensatz zu Plastik-, Papier- oder Stofftaschen lassen sich Jutetaschen nicht so klein zusammenfalten.
Die klassische Einkaufstasche ist jedoch eher jenes Modell, das optisch sehr der Reisetasche ähnelt und meist aus kräftigem Stoff oder Kunstleder ist. Ökologisch ist diese Einkaufstasche sehr zu empfehlen. Sie hat ordentliche Griffe mit einem hohen Tragekomfort und kann zum Teil auch repariert werden. Den praktischen und ökologischen Vorteilen stehen die Umständlichkeiten im Einkaufsladen und das meist mangelhafte modische Erscheinungsbild gegenüber. In vielen Geschäften ist es nicht gern gesehen, Taschen mitzubringen, da sie den Diebstahl erleichtern. Dies trifft vor allem für die Einkaufstasche zu, da sie viele Möglichkeiten des Verstecks bietet und nicht zwangsläufig ausbeult, wenn Waren verstaut sind. Wer diese Art der Einkaufstasche nutzen möchte, muss sich mit der Frage auseinander setzen, wo er sie in welchem Laden aufbewahren kann, bevor er die Waren nach dem Abkassieren darin verstaut. Größere Geschäfte bieten dafür beispielsweise die Aufbewahrung an der Information an. In manchen Discountern kann man die Taschen im Eingangsbereich deponieren. Dies geht nicht, wenn Eingang und Ausgang getrennt sind. In manchen Geschäften reicht der Bekanntheitsgrad, um die Tasche entweder bei der Kasse zu deponieren oder an den Einkaufswagen zu hängen. Eine Kontrolle der Tasche ist für beide Seiten manchmal etwas unangenehm. Hier ist dem Verkaufspersonal jedoch kein Vorwurf zu machen, auch wenn man sich schon kennt. Häufig wird das Personal durch Vorgesetzte beobachtet, ob es ausreichend Taschen kontrolliert.
Dass die klassische Einkaufstasche modisch nicht mithalten kann, ist vielleicht der noch wichtigere Grund für ihre Unbeliebtheit. Ökologisch wertvoll werden sie erst, wenn man sie jahrelang im Gebrauch hat und solange hält sich keine Mode bei Accessoires, zu denen Taschen im Allgemeinen gehören. Wer sich darüber hinwegsetzen kann und sich auch von den Umständlichkeiten bei der Mitnahme in ein Geschäft nicht abbringen lässt, gewinnt in diesen Taschen treue Begleiter. Auch ausrangierte Reisetaschen, bei denen beispielsweise der Reißverschluss defekt und eine Reparatur zu aufwändig ist, eignen sich sehr gut dafür.
Die Unbeliebtheit der klassischen Einkaufstasche bei Geschäftsinhabern mag noch einen anderen Grund haben: Sie versagen als Werbeträger. Hier werden Plastiktüten und Stoffbeutel, aber auch Kühltaschen und Jutebeutel bevorzugt, da sie den Namen des Geschäftshauses in alle Welt tragen. Da mag man eigentlich mit Unverständnis reagieren, dass dafür – meist – noch gezahlt werden muss.
Ökologisch sehr fragwürdig sind natürlich auch die kleinen Plastiktüten, die unter anderem in Schreib- und Kurzwarenabteilungen bevorzugt ausgegeben werden – meist auch ohne Entgelt.
Zweifelsohne muss bei der ökologischen Beurteilung auch daran gedacht werden, dass es beim Einkaufen gelegentlich passiert, dass Lebensmittelverpackungen nicht bis zum Wiederauspacken der Waren stabil bleiben und hässliche Flecken hinterlassen, die mit der Zeit auch noch schimmeln können. Plastiktüten sind hier im Vorteil, da sie leicht ausgewaschen werden können. Stoffbeutel können ebenso so mit einem Lappen gereinigt oder sogar in der Waschmaschine gewaschen werden. Zugegebenermaßen machen sich allerdings immer weniger Menschen diese Mühe und entsorgen eine so verunstaltete Tasche. Umweltbewusstsein ist sicher etwas anderes.
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